Haus- und Badeordnung für das Hallenbad und das Freibad der Stadt Kevelaer
 I. Allgemeines

Die Haus- und Badeordnung dient der Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit in den Bädern.

Die Haus- und Badeordnung ist für alle Badegäste verbindlich. Mit dem Lösen der Eintrittskarte erkennt jeder Besucher diese sowie alle sonstigen zur Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit erlassenen Anordnungen an.

Die Badeeinrichtungen sind pfleglich zu behandeln. Bei missbräuchlicher Benutzung, schuldhafter Verunreinigung oder Beschädigung haftet der Badegast für den Schaden.

Die Badegäste haben alles zu unterlassen, was den guten Sitten sowie der Aufrechterhaltung der Sicherheit, Ruhe und Ordnung zuwiderläuft.

Das Rauchen ist im Hallenbad nur in den dafür vorgesehenen Räumen im Freibad nur außerhalb des Umkleide-, Sanitär- und Badebereiches gestattet.

Behälter aus Glas (Flaschen, Dosen usw.) dürfen im Umkleide-, Sanitär- und Badebereich nicht benutzt werden.

Das Personal des Bades übt gegenüber allen Besuchern das Hausrecht aus. Besucher, die gegen die Haus- und Badeordnung verstoßen, können vorübergehend oder dauernd vom Besuch des Bades ausgeschlossen werden. In solchen Fällen wird das Eintrittsgeld nicht zurückerstattet.

Wünsche, Anregungen und Beschwerden nimmt das Aufsichtspersonal bzw. die Betriebsleitung entgegen.

Fundgegenstände sind beim Personal abzugeben. Über Fundgegenstände wird nach den gesetzlichen Bestimmungen verfügt.

 

II. Öffnungszeiten und Zutritt

Die Öffnungszeiten und der Einlassschluss werden öffentlich bekannt gegeben.

Die Betriebsleitung kann die Benutzung des Bades oder Teile davon einschränken.

Der Zutritt ist nicht gestattet:

Personen, die unter Einfluss berauschender Mittel stehen,

Personen, die Tiere mit sich führen,

Personen, die an einer meldepflichtigen übertragbaren Krankheit im Sinne des Bundesseuchengesetzes (im Zweifel kann die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung gefordert werden) oder Hautveränderungen (z.B. Schuppen,Schorf) leiden, die sich ablösen und in das Wasser übergehen können.

Personen, die sich ohne fremde Hilfe nicht sicher fortbewegen oder an- und auskleiden können, ferner Kinder unter 7 Jahren, Blinden, Geisteskranken sowie Anfallskranken ist die Benutzung der Bäder nur zusammen mit einer Begleitperson gestattet.

Jeder Badegast muss im Besitz eines gültigen Eintrittsausweises für die entsprechende Leistung sein.

Gelöste Eintrittsausweise bzw. Chipcoins werden nicht zurückgenommen, Entgelte bzw. Gebühren nicht zurückgezahlt. Für verlorene Eintrittsausweise und Chipcoins wird kein Ersatz geleistet.

 

III. Sonderaufsicht im Badebetrieb (Wasseraufsicht) beim Schul- und Vereinsschwimmen

Die Wasseraufsicht beim Schulschwimmen obliegt den Lehrkräften. Sie müssen das Deutsche Rettungsschwimmerabzeichen in Silber erworben haben und in der Ersten Hilfe ausgebildet sein.

Bei der Nutzung des Bades durch Vereine oder Gruppen muss eine Person des Vereins oder der Gruppe den Übungsbetrieb verantwortlich leiten. Diese Person muss über einen gültigen Rettungsschein in Silber verfügen, der nicht älter als 3 Jahre ist. Die Aufsichtsperson muss außerdem in der Ersten Hilfe ausgebildet sein.

 

IV. Haftung

Die Badegäste benutzen die Bäder einschließlich ihrer Einrichtungen auf eigene Gefahr, unbeschadet der Verpflichtung des Betreibers, die Bäder und Einrichtungen in einem verkehrssicheren Zustand zu erhalten. Für höhere Gewalt und Zufall sowie für Mängel, die auch bei Einhaltung der üblichen Sorgfalt nicht sofort erkannt werden, haftet der Betreiber nicht.

Für die Zerstörung, Beschädigung oder für das Abhandenkommen der in die Einrichtung eingebrachten Sachen wird nicht gehaftet.

Der Betreiber oder seine Erfüllungsgehilfen haften für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

Für Wertsachen und Bargeld wird nur gehaftet, wenn sie an der dafür bestimmten Steile hinterlegt sind. Die Haftung für in Verwahrung genommene Gegenstände wird bis zu einem Wert von 200,- DM übernommen.

 

V. Benutzung der Bäder

Die Kabine oder den Schrank hat der Badegast selbst zu verschließen, den Schlüssel hat er während des Bades bei sich zu behalten. Für in Verlust geratene Schlüssel u.ä. ist ein Betrag in Höhe von 50,-- DM zu entrichten. Der Verlierer erhält diesen Betrag zurück, falls der Schlüssel gefunden wird.

In den offenen Umkleiden hat der Badegast seinen Schrank mit einem Vorhängeschloss selbst zu sichern.

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre dürfen grundsätzlich nur die für sie vorgesehenen Sammelumkleiden benutzen.

Die Becken dürfen nur nach gründlicher Körperreinigung benutzt werden.

Die Verwendung von Seife außerhalb der Duschräume ist nicht gestattet.

Die Badegäste dürfen die Barfußgänge, Duschräume und Schwimmhallen nicht mit Straßenschuhen betreten.

Der Aufenthalt im Nassbereich der Bäder ist nur in üblicher Badebekleidung gestattet.

Das Springen geschieht auf eigene Gefahr. Das Wippen ist nicht gestattet. Beim Springen ist unbedingt darauf zu achten, dass

der Sprungbereich frei ist,

nur eine Person das Sprungbrett betritt

Ob eine Anlage zum Springen freigegeben wird, entscheidet das zuständige Aufsichtspersonal.

Seitliches Einspringen, das Hineinstoßen oder Werfen anderer Personen in das Becken sowie das Unterschwimmen des Springbereiches bei Freigabe der Sprunganlage sind untersagt.

Die Benutzung von Schwimmflossen, Taucherbrillen, Schnorchelgeräten bedarf besonderer Zustimmung. Die Benutzung von Augenschutzbrillen (Schwimmbrillen) erfolgt auf eigene Gefahr. Die Verwendung von Schwimmhilfen im Schwimmbecken ist nicht gestattet.

 

VI. Besondere Bestimmung für Freibäder

Verschlossene Garderobenschränke werden vom Personal nach Schließung des Bades geöffnet.

Ballspiele dürfen nur auf den dafür vorgesehenen Plätzen ausgeübt werden.

Im übrigen gelten die Nummern 19-22 des Abschnittes IV sowie die auf Freibäder zutreffenden Nummern des Abschnittes V sinngemäß.

 

VII. Ausnahmen

Die Haus- und Badeordnung gilt für den allgemeinen Badebetrieb. Bei Sonderveranstaltungen können von dieser Haus- und Badeordnung Ausnahmen zugelassen werden, ohne dass es einer besonderen Aufhebung der Haus- und Badeordnung bedarf.

Kevelaer, im September 2001

Der Bürgermeister

gez. Heinz Paal